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Dämonen, Deadlines und Dankbarkeit. Ein Blick hinter die Kulissen meiner Veröffentlichung.

„Sei stolz auf dich!“, sagte ich mir, bevor ich tief durchatmete, den Karton vorsichtig aufschnitt und zum ersten Mal meine Bücher „Die Unendlichkeit deiner Worte“ sah. Mein Herz klopfte, als ich das erste Buch herausnahm und das Cover prüfte. Es passte. Der Fehler war behoben worden! Es sah wunderschön aus! Die Haustür wurde aufgerissen, Jan, mein Mann stürmte herein und schrie: »Schatzoooo, deine Bücher sind da!« Ich lief zu ihm, strahlte über das ganze Gesicht. Vor der Tür standen noch die 3 anderen schweren Kartons, die ich noch ...
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Ich bin älter geworden, mein Buch nicht

Neuauflage von „Die Unendlichkeit deiner Worte“ erscheint im März 2026 Es gibt Sätze, die man nur einmal schreiben kann, weil sie ein Leben lang nachhallen. „Die Unendlichkeit deiner Worte“ war für mich so ein Satz, ein ganzes Buch voller Sätze, die mich getragen haben, als ich jünger war. Aber ich bin älter geworden. Das Buch nicht. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mich in einigen meiner damaligen Gedanken nicht mehr wiederfinde. Aber mit der Zeit wurde es schlimmer. Manches sah ich inzwischen sehr kritisch. Es fühlte sich an, als würde ich einer jüngeren Version von mir dabei zusehen, wie sie etwas Wundervolles ...
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5-jährige unfreiwillige Schreibpause
- wie mein Traum zum Albtraum wurde

Vor fünf Jahren habe ich meinen letzten Roman veröffentlicht, und somit begann meine unfreiwillige Schreibpause. Nach dem Veröffentlichungsprozess war ich kreativ ausgelaugt, dann kam die Corona-Pandemie und dann begann mein Studium. Die Bachelorarbeit hat mich dazu gebracht, dass ich das Schreiben hasste. Die ständige Analyse von Texten, das wissenschaftliche Arbeiten und das ewige Ringen um Formulierungen haben mir jede Freude am kreativen Schreiben genommen. Plötzlich war Schreiben keine Leidenschaft mehr, sondern nur noch eine Pflicht, die sich ...
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5-jährige unfreiwillige Schreibpause - wie mein Traum zum Albtraum wurde

11.02.2025 | 115 Ansichten

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Blog Beitrag 1 Vor fünf Jahren habe ich meinen letzten Roman veröffentlicht, und somit begann meine unfreiwillige Schreibpause. Nach dem Veröffentlichungsprozess war ich kreativ ausgelaugt, dann kam die Corona-Pandemie und dann begann mein Studium. Die Bachelorarbeit hat mich dazu gebracht, dass ich das Schreiben hasste. Die ständige Analyse von Texten, das wissenschaftliche Arbeiten und das ewige Ringen um Formulierungen haben mir jede Freude am kreativen Schreiben genommen. Plötzlich war Schreiben keine Leidenschaft mehr, sondern nur noch eine Pflicht, die sich schwer und zäh anfühlte.

Dazwischen habe ich gemeinsam mit einer guten Freundin und Studienkollegen einen Verlag gegründet und unseren Traum verwirklicht. Wir waren voller Euphorie, voller Ideen, voller Tatendrang. Bücher verlegen, Autor:innen unterstützen, das klang nach der perfekten Ergänzung zu meiner eigenen Liebe für Geschichten. Doch als alles am besten lief, wurde der Traum zu einem Albtraum. Die Arbeit wurde immer mehr, der Druck stieg, und irgendwann mussten wir feststellen: Unsere Vorstellung von einem Verlag war eine romantisierte. Die Realität sah anders aus. Harte wirtschaftliche Entscheidungen, unzählige Überstunden, existenzielle Sorgen – irgendwann ging es nicht mehr. Wir haben den Verlag aus vielen emotionalen, aber auch rationalen Gründen geschlossen. Es war eine schwere Entscheidung, aber am Ende die richtige. Dennoch blieb eine Leere, und ich stellte mir die große Frage: Was nun?

Nun versuche ich mein Comeback als Autorin zu zelebrieren und schreibe wieder. Geht es mir gut dabei? Najaaa. Habe ich super viele Zweifel? Jap. Aber was soll's, ich schreibe wieder! Und das fühlt sich ein bisschen an wie Sport nach einer viel zu langen Pause: Am Anfang ist es frustrierend, alles tut weh, und man fragt sich, warum man sich das überhaupt antut. Aber dann gibt es diese kleinen Fortschritte, diese Momente, in denen ein Satz plötzlich perfekt sitzt oder eine Figur auf einmal lebendig wird. Und genau diese Momente sind es, die mich daran erinnern, warum ich das Schreiben eigentlich liebe.

Natürlich ist mein innerer Kritiker wieder voll dabei und kommentiert jedes Wort mit einem lauten "Meh" oder "Echt jetzt? Das ist das Beste, was du hinkriegst?" Aber ich habe beschlossen, ihr einfach zuzuhören wie einem schlecht gelaunten Radio, das man nicht ganz ausschalten kann, aber immerhin leiser drehen. Ich muss mir bewusst machen, dass ich nicht sofort wieder in Bestform sein kann. Schreiben ist wie ein altes Auto, das lange in der Garage stand, der Motor stottert, die Reifen sind platt, und erst nach und nach kommt es wieder in Fahrt. Es ist ein Prozess, und ich versuche, ihn anzunehmen.

Also, falls ihr auch gerade in einer kreativen Krise steckt: Ihr seid nicht allein! Vielleicht klappt es nicht sofort, vielleicht ist das erste Geschriebene noch etwas rostig , aber hey, Hauptsache, wir schreiben wieder! Und wer weiß, vielleicht wird das nächste Buch genau das, was ich immer schreiben wollte. Vielleicht entdecke ich mich neu mit neuen Geschichten, neuen Perspektiven. Vielleicht ist genau jetzt der perfekte Moment für einen Neuanfang. Also: Stift in die Hand, Laptop aufklappen – lasst uns schreiben!

Ich bin älter geworden, mein Buch nicht

08.09.2025 | 55 Ansichten

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Blog Beitrag 1 Neuauflage von „Die Unendlichkeit deiner Worte“ erscheint im März 2026

Es gibt Sätze, die man nur einmal schreiben kann, weil sie ein Leben lang nachhallen. „Die Unendlichkeit deiner Worte“ war für mich so ein Satz, ein ganzes Buch voller Sätze, die mich getragen haben, als ich jünger war. Aber ich bin älter geworden. Das Buch nicht.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mich in einigen meiner damaligen Gedanken nicht mehr wiederfinde. Aber mit der Zeit wurde es schlimmer. Manches sah ich inzwischen sehr kritisch. Es fühlte sich an, als würde ich einer jüngeren Version von mir dabei zusehen, wie sie etwas Wundervolles schafft, aber aus einer Perspektive, die ich heute nicht mehr nachvollziehen kann. Das hat mich sehr verunsichert und wenn ich ehrlich bin, hat es auch dazu geführt, dass ich an meinem Schreiben zweifelte. Ich habe beschlossen, dass ich nicht länger in Selbstzweifel versinken will und habe das Buch schweren Herzens vom Markt genommen.

Das war keine leichte Entscheidung. „Die Unendlichkeit deiner Worte“ ist mein Herzensbuch. Ich wollte nicht, dass es einfach verschwindet. Ich wollte nicht, dass es einfach in der Unendlichkeit der Welt ins Vergessen gerät. Das Buch soll dich in eine Welt entführen, die so traurig wie tröstlich ist, so schmerzhaft wie hoffnungsvoll. Also habe ich beschlossen, mich noch einmal neu hinzusehen. Nachzufühlen. Anzupassen.

Und ich habe geschrieben.

Was danach entstand, fühlt sich für mich kaum noch, wie dasselbe Buch an und doch trägt es denselben Kern in sich. Ich habe viel geändert: Kapitel gekürzt, Charaktere gelöscht, Szenen neugeschrieben. Die Figuren sind tiefer geworden, verletzlicher, widersprüchlicher. Und es gibt neue Kapitel aus Coles Sicht, die mir besonders wichtig sind. Sie öffnen eine zusätzliche Tür, durch die ihr versteht, was in ihm laut wird, wenn er nach außen still bleibt.

Trotz all der Veränderungen bleibt die Geschichte im Großen und Ganzen dieselbe. Sie bleibt ein Buch ohne Happy End. Das war mir wichtig. Auch, wenn sich viele von euch ein fröhlicheres Ende oder einen zweiten Teil gewünscht hätten, in dem alles besser wird. Aber ich bleibe dem Buch, meinem damaligen Ich, treu. Heute weiß ich gar nicht, ob ich noch die gleiche Kraft hätte, ein derart trauriges Buch zu schreiben, eines, das so sehr mitreißt und zum Nachdenken zwingt. Gerade darum bin ich stolz, dass es existiert, dass ich es noch einmal in die Hände genommen und ihm die Reife gegeben habe, die ich mir heute wünsche.

Die neue Auflage ist meine Art mit mir ins Reine zu kommen, einen Weg zu finden, zwischen damals und heute. Das Buch ist deshalb eine Verknüpfung meines 20-jährigen Ichs und meines jetzigen Seins. Ich lasse stehen, was wahr geblieben ist, und korrigiere, wo ich mich geirrt habe. Ich schenke den Figuren Raum, den ich ihnen damals nicht gegeben habe.

Ich teile das mit euch, weil Geschichten erst lebendig werden, wenn sie gelesen werden. Ich wünsche mir, dass ihr (wieder) mitfiebert, dass ihr euch hineinversetzen könnt in diese Sätze, die wehtun aber auch trösten. Ich wünsche mir Diskussionen, Tränen, Widerspruch. Und ich wünsche mir, dass ihr spürt, wie viel Liebe, Zeit und Gewissen in dieser Neuauflage steckt.

Vielleicht lest ihr „Die Unendlichkeit deiner Worte“ zum ersten Mal. Vielleicht kehrt ihr zurück. In beiden Fällen halte ich euch im März 2026 eine neue Version entgegen. Reifer, ehrlicher, näher an dem Menschen, der ich heute bin. Kein anderes Ende. Aber ein anderer Weg dorthin.

Danke, dass ihr mich begleitet. Damals, heute und auf all den Seiten dazwischen.

Dämonen, Deadlines und Dankbarkeit. Ein Blick hinter die Kulissen meiner Veröffentlichung.

08.04.2026 | 13 Ansichten

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Blog Beitrag 1 „Sei stolz auf dich!“, sagte ich mir, bevor ich tief durchatmete, den Karton vorsichtig aufschnitt und zum ersten Mal meine Bücher „Die Unendlichkeit deiner Worte“ sah.
Mein Herz klopfte, als ich das erste Buch herausnahm und das Cover prüfte. Es passte. Der Fehler war behoben worden! Es sah wunderschön aus!
Die Haustür wurde aufgerissen, Jan, mein Mann stürmte herein und schrie: »Schatzoooo, deine Bücher sind da!«

Ich lief zu ihm, strahlte über das ganze Gesicht. Vor der Tür standen noch die 3 anderen schweren Kartons, die ich noch nicht in die Wohnung getragen habe. Seine Arme breiteten sich aus und umschlossen mich fest.
»Sie passen und sind wunderschön!«
Er drückte mich noch fester, sagte mir wie sehr er sich für mich freue und da war es endlich. Dieses Gefühl, auf das ich so lange gewartet habe. Stolz.

Das Risiko
Für mich selbst Stolz zu empfinden, fällt mir schwer. Nie ist es genug, es könnte doch besser sein und was werden überhaupt die Leute denken, wenn sie es lesen?
In dem Moment, als meine Bücher ankamen, wusste ich nicht, ob der Fehler vom Probedruck richtig korrigiert war. Denn als zwei Wochen zuvor der Probedruck in meinem Postkasten war, freute ich mich so sehr, dass ich einen groben Fehler übersah. Das Cover war nicht richtig platziert. Vielleicht wäre es keinem aufgefallen, aber ich wusste es, es war nicht perfekt. Also schrieb ich mit meiner Grafikerin, die mir den Fehler korrigierte. Ich wusste aber, dass ich mir nicht nochmal einen Probedruck leisten werde. Also lud ich die neue Datei hoch und bestellte daraufhin meine Eigenexemplare. Ohne zu wissen, ob es nun passt oder nicht. Ich spielte auf Risiko. Ein teures Risiko.

Wenn der Erfolg die Dämonen nicht verteibt
Aber sie passten und ich konnte endlich stolz sein. Ich versuchte es, denn mit den ersten Vorbestellungen und den ersten Verkäufen kamen die Dämonen zurück, die ich so lange ignoriert habe. Wird es den Leuten gefallen? Wie gehe ich mit Kritik um? Was wenn ich meinen Break Even Point nicht erreiche? Zwar sah ich den Erfolg vor mir, denn ich hatte aus einer Idee in meinem Kopf, eine Geschichte geschrieben, die nun als gedrucktes Buch vor mir lag. Das ist ein Erfolg, theoretisch weiß ich das. Doch Erfolg verscheucht nicht die Dämonen. Tagelang versuchte ich die Dämonen zu verscheuchen und sie ein für alle Mal wegzusperren, aber je mehr ich es versuchte, desto stärker wurden sie. Bis ich das Worst Case Szenario durchging und mir die Frage stellte: »Egal was passiert, wird es mich abhalten zu schreiben?«

Nein.
Die Antwort war so einfach. Nein.

Ein Versprechen an mein 13-jähriges Ich
Das Schreiben, das ist, was mir im Leben unter anderem am meisten Halt gibt. Meine Geschichten sind Zufluchtsorte, an die ich verschwinden kann, wenn mir die Realität über den Kopf hinauswächst. Und wie immer, kann ich die Dämonen nicht verschwinden lassen, aber lernen damit umzugehen. Dieses kleine Wort „Nein“ hat mich dazu gebracht, wieder aufzuatmen. Denn egal was passiert, Worte sind beständig. Sie sind immer da und ich habe immer die Möglichkeit auf sie zurückzukommen. Allein das hier niederzuschreiben, fühlt sich an wie ein kleines Happy End in meinem Veröffentlichungsprozess. Ein Moment, in dem ich Hans Zimmer Musik in den Ohren habe, Worte schreibe dir mir eine Gänsehaut bereiten und das Wissen, dass sie immer da sein werden.
Ich kann zurückblicken auf insgesamt 10 verschiedene Welten die ich geschaffen habe, auf dutzende von Charakteren die mich durch die schönsten, aber auch traurigsten Momente in meinem Leben begleitet haben. Ich kann zurückblicken auf das unsichere 13-jährige Mädchen, welches ich damals war, und ihr mit Stolz mitteilen: »Du hast es geschafft. Du hast dir über all die Jahre deine Worte bewahrt.«

Der Neuanfang
Ich lebe jetzt in einer neuen Stadt, in einem neuen Umfeld, in dem mich die wenigsten als „Verena, die Autorin“ kennen. Noch vor einem Monat sah ich das als Hürde. Ich fragte mich, wie ich hier Fuß fassen und meinen Ruf festigen soll. Doch heute sehe ich es anders. Ich sehe es wie ein unbeschriebenes, weißes Blatt Papier. Für mein Ort, voller Möglichkeiten. Ich bin angekommen.