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Dämonen, Deadlines und Dankbarkeit. Ein Blick hinter die Kulissen meiner Veröffentlichung.

08.04.2026 | 14 Ansichten

Titelbild zum Blogbeitrag: Dämonen, Deadlines und Dankbarkeit. Ein Blick hinter die Kulissen meiner Veröffentlichung.

Titelbild zum Blogbeitrag: Dämonen, Deadlines und Dankbarkeit. Ein Blick hinter die Kulissen meiner Veröffentlichung. „Sei stolz auf dich!“, sagte ich mir, bevor ich tief durchatmete, den Karton vorsichtig aufschnitt und zum ersten Mal meine Bücher „Die Unendlichkeit deiner Worte“ sah.
Mein Herz klopfte, als ich das erste Buch herausnahm und das Cover prüfte. Es passte. Der Fehler war behoben worden! Es sah wunderschön aus!
Die Haustür wurde aufgerissen, Jan, mein Mann stürmte herein und schrie: »Schatzoooo, deine Bücher sind da!«

Ich lief zu ihm, strahlte über das ganze Gesicht. Vor der Tür standen noch die 3 anderen schweren Kartons, die ich noch nicht in die Wohnung getragen habe. Seine Arme breiteten sich aus und umschlossen mich fest.
»Sie passen und sind wunderschön!«
Er drückte mich noch fester, sagte mir wie sehr er sich für mich freue und da war es endlich. Dieses Gefühl, auf das ich so lange gewartet habe. Stolz.

Das Risiko
Für mich selbst Stolz zu empfinden, fällt mir schwer. Nie ist es genug, es könnte doch besser sein und was werden überhaupt die Leute denken, wenn sie es lesen?
In dem Moment, als meine Bücher ankamen, wusste ich nicht, ob der Fehler vom Probedruck richtig korrigiert war. Denn als zwei Wochen zuvor der Probedruck in meinem Postkasten war, freute ich mich so sehr, dass ich einen groben Fehler übersah. Das Cover war nicht richtig platziert. Vielleicht wäre es keinem aufgefallen, aber ich wusste es, es war nicht perfekt. Also schrieb ich mit meiner Grafikerin, die mir den Fehler korrigierte. Ich wusste aber, dass ich mir nicht nochmal einen Probedruck leisten werde. Also lud ich die neue Datei hoch und bestellte daraufhin meine Eigenexemplare. Ohne zu wissen, ob es nun passt oder nicht. Ich spielte auf Risiko. Ein teures Risiko.

Wenn der Erfolg die Dämonen nicht verteibt
Aber sie passten und ich konnte endlich stolz sein. Ich versuchte es, denn mit den ersten Vorbestellungen und den ersten Verkäufen kamen die Dämonen zurück, die ich so lange ignoriert habe. Wird es den Leuten gefallen? Wie gehe ich mit Kritik um? Was wenn ich meinen Break Even Point nicht erreiche? Zwar sah ich den Erfolg vor mir, denn ich hatte aus einer Idee in meinem Kopf, eine Geschichte geschrieben, die nun als gedrucktes Buch vor mir lag. Das ist ein Erfolg, theoretisch weiß ich das. Doch Erfolg verscheucht nicht die Dämonen. Tagelang versuchte ich die Dämonen zu verscheuchen und sie ein für alle Mal wegzusperren, aber je mehr ich es versuchte, desto stärker wurden sie. Bis ich das Worst Case Szenario durchging und mir die Frage stellte: »Egal was passiert, wird es mich abhalten zu schreiben?«

Nein.
Die Antwort war so einfach. Nein.

Ein Versprechen an mein 13-jähriges Ich
Das Schreiben, das ist, was mir im Leben unter anderem am meisten Halt gibt. Meine Geschichten sind Zufluchtsorte, an die ich verschwinden kann, wenn mir die Realität über den Kopf hinauswächst. Und wie immer, kann ich die Dämonen nicht verschwinden lassen, aber lernen damit umzugehen. Dieses kleine Wort „Nein“ hat mich dazu gebracht, wieder aufzuatmen. Denn egal was passiert, Worte sind beständig. Sie sind immer da und ich habe immer die Möglichkeit auf sie zurückzukommen. Allein das hier niederzuschreiben, fühlt sich an wie ein kleines Happy End in meinem Veröffentlichungsprozess. Ein Moment, in dem ich Hans Zimmer Musik in den Ohren habe, Worte schreibe dir mir eine Gänsehaut bereiten und das Wissen, dass sie immer da sein werden.
Ich kann zurückblicken auf insgesamt 10 verschiedene Welten die ich geschaffen habe, auf dutzende von Charakteren die mich durch die schönsten, aber auch traurigsten Momente in meinem Leben begleitet haben. Ich kann zurückblicken auf das unsichere 13-jährige Mädchen, welches ich damals war, und ihr mit Stolz mitteilen: »Du hast es geschafft. Du hast dir über all die Jahre deine Worte bewahrt.«

Der Neuanfang
Ich lebe jetzt in einer neuen Stadt, in einem neuen Umfeld, in dem mich die wenigsten als „Verena, die Autorin“ kennen. Noch vor einem Monat sah ich das als Hürde. Ich fragte mich, wie ich hier Fuß fassen und meinen Ruf festigen soll. Doch heute sehe ich es anders. Ich sehe es wie ein unbeschriebenes, weißes Blatt Papier. Für mein Ort, voller Möglichkeiten. Ich bin angekommen.

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